Ein Kaffee bei Mc Donalds – Begegnungen mit Chinesien

Es ist in den chinesischen Grossstädten nicht immer leicht einen Platz zum Ausrasten und zum
Kaffeeschlürfen zu finden. Findet man einen solchen Platz so sind die Preise zumeist total überteuert,
wie z.B. bei Starbucks, die in China ein unvergleichbar gutes Geschäft machen.

Als ich letzten Sonntag im total überfüllten Mc Donalds im Stadtzentrum von Peking bei Guo Mao saß und ich
anfing meinen 8 Rmb= 0,8 Euro Kaffee zu sippen, kommt sogleich eine Frau auf mich zu, die mir Fake Marken
Uhren verkaufen will. ” Mister, watches … please buy! very cheap ! ” Ich lehne mit dankendem Lächeln ab.

Kurz darauf kommt ein alter bärtiger Mann in abgetragenen Kleidern auf mich zu und will mir ein Bündel schwarze
Socken verkaufen. Als ich ihm abwinke schaut er auf mein Tableau und sieht ein Päckchen mit Kristallzucker und
will mir dieses gleich abknüpfen. Ein wenig ungeduldig und aufgebracht, weil man nicht mal für eine kurze Zeit Ruhe haben kann
sage ich ihm ” Ni zen me le? ( Was ist los mit dir?) “. Die Mann ist im nächsten Moment schon wieder verschwunden.

Als ich gerade ein wenig in einer Broschüre lese und ich im nächsten Moment aufblicke, sitzt plötzlich eine junge Chinesin
an meinem Tisch, sie hat einfach am Sessel neben mir Platz genommen lächelt mich an und beginnt sich mit mir in Englisch zu unterhalten. ” Hello Mister, how are you? I am Student of English and Chinese Painting, I want to practice my English with you!”…
Was sich natürlich rausstellt ist, daß sie mich ein Geschäft für chinesische Malerei mitnehmen will um mir dort was zu verkaufen…

Alles dreht sich hier scheinbar um Geschäfte machen und dies gerade nicht auf die vornehme und elegante Art.
Die allgemein verbreitete Armut und die ganzen sozialen Ungleichheiten und sozialen Probleme sind die
treibende Kraft hinter dieser ” 7 Tage und 15 Stunden pro Tag Arbeits- und Geschäftemacher Mentalität “.

Als “Langnase” ( “da bizi” – wie einem die Chinesen nennen) und Weisser ist man natürlich das gefundene
Fressen für all diese Geschäftetreiber. Wer hier nicht den Überblick hat, ist sehr schnell in verschiedenste Geschichten
der anderen Art verwickelt und die Brieftasche ist gleich mal leer.

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2 Responses to “Ein Kaffee bei Mc Donalds – Begegnungen mit Chinesien”

  1. Daniel Says:

    Oh man, da will man wirklich nur mal in Ruhe einen Kaffee trinken und wird dann so aufdringlich immer wieder angesprochen. Mich persönlich hätte und würde das nerven, aber in manchen Kulturkreisen scheint dies normal zu sein und da wird auch ohne Rücksicht auf dem Gegenüber losgesprochen.

  2. Joerg Says:

    Yeah, Waltaji, bloggen rules. Rock on, explore the far east, take care and have fun. Sei nicht zu streng beim Welt verändern!
    Liebe Grüße aus Guatemala, vom anderen ENde der Welt, Joerg

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